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Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (KJP) 171, 3/2016
Facetten psychoanalytischer Begegnungen
Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 171
Mit Beiträgen von Heribert Blaß, Andrea Bosch-Schöpf, Mahrokh Charlier, Jakob Erne, Brigitte Schiller, Sabine Tibud
1. Aufl. 2016
124 S., Pb.
19,90 €
Lieferbar

Inhalt


Vorwort


Andrea Bosch-Schöpf
»Alle kleinen Mädchen riechen nach Rosenblüten«
Eine Mutter-Baby-Therapie

Sabine Tibud
Ludo ergo sum – Ich spiele, also bin ich ... Kinderpsychoanalytikerin

Heribert Blaß
»Der beste Sex ist der im Kopf!«
Über einige psychogene Sexualstörungen bei jugendlichen und erwachsenen Männern

Jakob Erne
Der Vater in der Psychoanalyse

Mahrokh Charlier
Psychische Konflikte der Postmigranten-Generation

Werkstattbericht
Brigitte Schiller
»Sie werden mich nie verstehen...«
Über den Versuch, im Elterngespräch eine gemeinsame Sprache zu finden

Buchbesprechungen


»Die Zeitschrift hält, was sie verspricht: Facetten psychoanalytischer Begegnungen werden beschrieben. Die Beiträge sind in einer angenehmen Länge, wirken wie ›psychoanalytische Häppchen‹. Es werden Themen angerissen, die meist sehr praxisbezogen aufbereitet sind und Interesse an weiterführender Literatur wecken. Besonders die ausführlichen Fallvignetten haben ihren Reiz. Die Zeitschrift ist eine Möglichkeit, aktuelle, psychoanalytische Beiträge zur Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie zu lesen, die Impulse und Denkanstöße für die eigene Arbeit beinhalten.«
(Sabine Schreckenthaler, auf: Der Wiener Psychoanalytiker)

 

 
E-Books zu diesem Titel:

Gesamtheft (KJP 171, E-Journal) Format: pdf
Preis: 18,50 €

Beitrag: Andrea Bosch-Schöpf, »Alle kleinen Mädchen riechen nach Rosenblüten« (KJP 171, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
In der dargestellten Mutter-Baby-Therapie zeigt sich, dass Symptome wie Schreien und Nicht-saugen-Können auf einer Beziehungsstörung beruhen können, in der die Mutter aufgrund eigener Projektionen und traumatischer Vorerfahrungen mit ihrer eigenen Mutter das Baby nicht verstehen kann und dieses den Kontakt zu ihr nicht halten kann. Insbesondere das Festhalten am imaginären Kind im Kopf der Mutter aus der Zeit vor der Geburt verhindert den Zugang zum realen Kind, bis sich die Verkrampfungen von Baby und Mutter in einer Erfahrung der Defäkation in der Therapie lösen. Diese wird zum ersten Schritt für die Mutter, das reale Kind mit seinen Bedürfnissen akzeptieren zu können.

Beitrag: Sabine Tibud, Ludo ergo sum – Ich spiele, also bin ich ... Kinderpsychoanalytikerin (KJP 171, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der spezifisch kinderanalytischen Arbeits­­weise, die durch handelndes Spiel gekennzeichnet ist, wohingegen sich das Spiel in der Therapie von Erwachsenen nach Winnicott’schem Verständnis vornehmlich in verbalen Äußerungen und Stimmungen zeigt. Dieser Umstand und diese Differenz machen es dem/der Kinderanalytiker/in nicht leicht, da gerade das Agieren innerhalb der Psychoanalyse als schwerwiegender Kunstfehler gilt. Die Autorin versucht, gestützt durch eine Expertenumfrage, aufzuzeigen, dass analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten/innen spezifische Erfahrungsräume in ihrer Ausbildung benötigen, um ihre psychoanalytische Spielkompetenz bzw. ihre professionsspezifische Erkenntnis-, Beziehungs- und Dialogmethode »am eigenen Leibe erfahren« (Freud, 1916–17a, S. 12) zu können. Um diesen zentralen Aspekt des professionellen Handlungssystems einer/s analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten/in anzuerkennen und inhaltlich in die Ausbildung zu integrieren, muss aus Sicht der Autorin die klassische Lehranalyse um eine professionsspezifische Selbsterfahrung im und mit dem Spiel ergänzt werden. Dazu stellt die Autorin ein praktiziertes und evaluiertes Selbsterfahrungskonzept – »Lehrjahre sind Spieljahre« – vor. So kann ein Zugang zur eigenen lebendigen persönlichen Kreativität und der individuellen psychoanalytischen Spielart unterstützt und weiterentwickelt werden, in der handelndes Spiel und die Identität als Kinderanalytiker/in untrennbar miteinander verbunden sind.

Beitrag: Heribert Blaß, »Der beste Sex ist der im Kopf!« (KJP 171, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Psychogene Sexualstörungen bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen spielen in der klinischen Praxis eine weitverbreitete Rolle. Verschiedene Formen von erektiler Dysfunktion, zwanghafter Masturbation und/oder Beeinträchtigungen des sexuellen Begehrens werden von unterschiedlichen sexuellen Phantasien begleitet und angesichts der allgemeinen Zugänglichkeit des Internets mittlerweile häufig mit Pornographie bzw. Cybersex verbunden. Innere Phantasien und äußere virtuelle Bilder können dabei miteinander verschwimmen und sich gegenseitig beeinflussen. In dem Beitrag wird anhand von zwei klinischen Falldarstellungen zu zeigen versucht, dass in der Identitätsbildung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Pornographie und Masturbation eher der psychischen Loslösung vom Körper der Mutter dienen und auf persönliche Selbstbestimmung ausgerichtet sind, während fortgesetzter Pornographiekonsum erwachsener Männer in Verbindung mit einer Störung partnerschaftlicher Sexualität für den Erhalt der eigenen Selbstkonstitution wichtig ist.

Beitrag: Jakob Erne, Der Vater in der Psychoanalyse (KJP 171, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Lange Zeit war es still um den Vater, dessen »Verschwinden« nicht nur in gesellschaftlicher Hinsicht, sondern neben der Psychoanalyse auch für andere wissenschaftliche Gebiete zu konstatieren war; bis in den letzten 15 Jahren eine Renaissance erfolgte. Nach einem kurzen Abriss dieser oft analogen Prozesse beschäftigt sich der folgende Beitrag mit der Geschichte und der Rolle des Vaters in der Psychoanalyse sowie seinen Qualitäten als Objekt in der therapeutischen Beziehung. Was bedeutet es, wenn im Kontext von Psychotherapie davon gesprochen wird, dass »hier ein Mann gut wäre« und welche spezifisch väterlichen Qualitäten haben männliche Therapeuten in einer größtenteils von Frauen vertretenen Profession wie der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie? Dieser Frage widmet sich der letzte Abschnitt.

Beitrag: Mahrokh Charlier, Psychische Konflikte der Postmigranten-Generation (KJP 171, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Die zweite, dritte und inzwischen vierte Generation der Migranten erleben ihre Rolle in der hiesigen Gesellschaft auf eine besondere Art konflikthaft. Die klinische Erfahrung mit dieser Generation der Postmigranten-Jugendlichen zeigt, dass ihre familiäre Sozialisation oft durch die Tradition der patriarchalisch ausgerichteten und oft religiösen Gewohnheiten und Wertvorstellungen der Eltern bestimmt wurde, die in der neuen Kultur keine Übereinstimmung findet. Ein inneres Gleichgewicht zwischen diesen zwei Kulturen zu entwickeln, ist für diese Jugendlichen sehr konflikthaft und mit einem enormen inneren Druck verbunden, der in aller Regel die Entwicklung einer stabilen Identität erschwert und kaum ohne gravierende psychische Konflikte zu bewältigen ist.
Wie sind die hierdurch entstandenen inneren Konflikte dieser Generation zu verstehen und wie können wir damit umgehen? In dieser Arbeit wird auf der Basis klinischer Erfahrungen eine Analyse dieses Zwiespalts der Postmigranten-Jugendlichen vorgenommen und über Möglichkeiten der Begegnung nachgedacht.

Beitrag: Werkstattbericht: Brigitte Schiller, »Sie werden mich nie verstehen...« Format: pdf
Preis: 5,90 €

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