Detailansicht

 

Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (AKJP) 162, 2/2014
Zeit und Latenz
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 162
Mit Beiträgen von Annelies Arp-Trojan, Arne Burchartz, Gabriele Häußler, Vera King, Günther Molitor, Julia Pestalozzi, Frank Rosenberg
1. Auflage 2014
184 S., Pb.
19,90 €
Lieferbar

 

 

 

Inhalt


Vorwort

Vera King
Im Zwischenraum der Latenz
Bindung, Trennung und der Umgang mit Verlorenem in beschleunigten Zeiten des Aufwachsens

Julia Pestalozzi
Die Latenzzeit – das verlorene Paradies?

Frank Rosenberg
Soll das Trauma in der Latenz gehalten oder durchgearbeitet werden?

Gabriele Häußler
Am Puls der Zeit und des Latenten
Zur psychoanalytischen Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Schlafstörungen

Arne Burchartz
»Fünfzig Minuten sind doch keine Stunde«
Zeiterleben in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen

Forum
Annelies Arp-Trojan
»Meilensteine für die VAKJP« – ein persönlicher Rückblick auf 30 Jahre

Forum
Günther Molitor
Vergangenheit aus der Nähe betrachtet – sechzig Jahre VDP/VAKJP

Buchbesprechungen

 

 

 

 
E-Books zu diesem Titel:

Gesamtheft (AKJP 162, E-Journal) Format: pdf
Preis: 18,50 €


Beitrag: Julia Pestalozzi, Die Latenzzeit – das verlorene Paradies? (AKJP 162, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Die Latenzperiode wird, wie schon ihr Name sagt, von außen meist als eine eher ruhige Zeit zwischen der ödipalen und der adoleszenten Krise angesehen. Dabei ist sie, wie im Folgenden zu zeigen versucht wird, die Zeit enormer Umwandlungen der Triebschicksale, des Verhältnisses von Ich und Über-Ich, des Narzissmus, des Ich-Ideals, der Identität; sie ist auch eine aktive Rüstungszeit für den Sturm der Pubertät. Diese Umwandlungen sind nicht weniger störungsanfällig als diejenigen in anderen Perioden des Lebens und verlangen entsprechende therapeutische Anpassungen. Die Autorin versucht, ausgehend von der Symptomatik dreier adoleszenter/erwachsener Patienten, in Rückblende empfindliche Stellen in der Latenzentwicklung zu beleuchten, deren Nichtbewältigung im Zusammenhang mit späteren Pathologien gesehen werden kann.

Schlüsselwörter: Entwicklung in der Kindheit (Latenzzeit), Über-Ich, Identifikation, Narzissmus, Autonomie, Ich-Identität.

Beitrag: Vera King, Im Zwischenraum der Latenz. Bindung, Trennung und der Umgang mit Verlorenem in beschleunigten Zeiten des Aufwachsens (AKJP 162, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Gibt es Hinweise auf gegenwärtige Wandlungen der Latenzphase? Welche Bedeutung haben soziale Zeitverhältnisse für die kindliche Entwicklung im Allgemeinen und die so genannte Latenzperiode im Besonderen? Im Beitrag werden Befunde zu veränderten gesellschaftlichen Bedingungen des Aufwachsens skizziert. Vor dem Hintergrund dieser Wandlungen werden psychische Gestaltungen von Bindung, Trennung und Verlusterfahrungen sowie des Umgangs mit An- oder Abwesenheit in der Latenzphase erörtert. Veränderungen der Latenz werden mit Blick auf psychosoziale Bedingungen für psychische Verarbeitung der individuellen, familialen und kulturellen Geschichte betrachtet.

Schlüsselwörter: Latenzphase, Wandel von Kindheit, gesellschaftliche Bedingungen des Aufwachsens, Beschleunigung, generative Voraussetzungen für psychischen und kulturellen Neubeginn.

Beitrag: Gabriele Häußler, Am Puls der Zeit und des Latenten. Zur psychoanalytischen Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Schlafstörungen (AKJP 162, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Ausgehend von verschiedenen Überlegungen, die einen Zusammenhang von Zeit und Schlaf nahelegen, wird im einführenden Teil die gliedernde und rhythmisierende Funktion von Zwischenzeit, Pause und Schlaf erläutert. Dass und weshalb das Schlafenmüssen bei Säuglingen und Kleinkindern oftmals Eltern und Kind in große Nöte bringt, wird anschließend aufgezeigt. Dabei werden einerseits Erkenntnisse zum kindlichen Zeiterleben herangezogen, andererseits wird auf die imaginären Interaktionen eingegangen.
Anhand von Fallvignetten aus der psychoanalytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie (SKEPT) wird dann aufgezeigt, wie sehr das Latente in der Mutter oder im Vater durch den Schlaf des Kindes wiederbelebt wird und Verlust- und Trennungskonflikte der Eltern durch das Trennungsthema des Kindes so lebendig werden, dass plötzlich Momente aus der Vergangenheit der Eltern reinszeniert werden. Es wird dargestellt, wie in der psychoanalytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie mit dem Latenten in der Mutter oder im Vater therapeutisch umzugehen ist, so dass dieses Latente aufgelöst bzw. erlöst werden kann.
Schließlich wird auch ein Blick auf die Wirkfaktoren der psychoanalytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie geworfen. Abschließend wird postuliert, dass die in der psychoanalytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie entstehende Beziehungszeit die Gegenwart der Eltern-Kind-Interaktion und die Vergangenheit der Eltern zu verwandeln, Wunden zu heilen und zu einem neuen Umgang mit der Zwischenzeit, der Pause, dem Schlafen zu führen vermag.

Schlüsselwörter: Containment, imaginäre Interaktion, latent, Projektion, Rêverie, Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie, Schlaf, Trennung, Zeit, Zeiterleben, Wiederbegegnung, Wirkfaktoren.

Beitrag: Frank Rosenberg, Soll das Trauma in der Latenz gehalten oder durchgearbeitet werden? (AKJP 162, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Der Text beschreibt die Merkmale des in der Latenz gehaltenen Traumas während der analytischen Behandlung. Im ersten Teil des Beitrages werden die verschiedenen Dynamiken beleuchtet, die einer beiläufigen Erwähnung des Schocktraumas zu Beginn der Behandlung zugrunde liegen bzw. dieser im weiteren Therapieprozess folgen. Eine ausführlichere Erwähnung finden diesbezüglich die Implikationen dissoziativer Prozesse für traumaanaloge Übertragungsbereitschaften. Im zweiten Teil des Artikels werden Sequenzen aus der Behandlung einer adoleszenten Patientin hinsichtlich der Annäherung und Bearbeitung einer traumatischen Beziehungserfahrung wiedergegeben. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Besonderheiten und Technik der Rekonstruktion/Traumakonfrontation sowie Handhabung dissoziativer Dynamiken gelegt.

Schlüsselwörter: Trauma, Traumatherapie, Schocktrauma, Dissoziation, Latenz, Traumakonfrontation, traumaanaloge Übertragungen, Parallelisierung, Adoleszenz, Jugendlichenpsychotherapie, sexueller Missbrauch.

Beitrag: Arne Burchartz, »Fünfzig Minuten sind doch keine Stunde«. Zeiterleben in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen (AKJP 162, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Ausgehend von einigen Beobachtungen in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen und grundsätzlichen Überlegungen zum Begriff der Zeit untersucht der Autor heutige Formen des Zeiterlebens in der modernen Gesellschaft westlicher Prägung. Vor diesem Hintergrund stellt er die Entstehung des Zeitbegriffs beim Kind in den drei Dimensionen der zyklischen Zeit, der linearen Zeit und des Kairos dar. Grundlegende Überlegungen zum Zeiterleben von Kindern und Jugendlichen in der analytischen und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden entfaltet, der Beitrag schließt mit einigen Hinweisen auf die Besonderheiten der Zeitdimension in der Psychotherapie mit Jugendlichen.

Schlüsselwörter: Entwicklungspsychologie, psychische Gesundheit, psychotherapeutische Prozesse, Zeitwahrnehmung.

zum Anfang      zurück