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Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (AKJP) 146, 2/2010
Entwicklungsaufgaben – Technisch erzeugte Kinder – Trennung
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 146
Mit Beiträgen von Ute Auhagen-Stephanos, Dietmar Borowski, Gustav Bovensiepen, Frank Dammasch, Barbara Dürr, Katharina Fitte, Gabriele Häußler, Hans Hopf, Ross A. Lazar, Heidi Staufenberg, Annette Streeck-Fischer, Gisela Zeller-Steinbrich
1. Aufl. 2010
152 S., Pb.
19,90 €
Lieferbar

 

 

 

 

Inhalt


Vorwort

Ute Auhagen-Stephanos
Technisch erzeugte Kinder – arme Kinder?

Gisela Zeller-Steinbrich
Wie geht es den Wunschkindern?
Überlegungen zu individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Fertilitätstechnologie

Ross A. Lazar
»Parting is such sweet sorrow!« oder: Scheiden tut weh...
Trennungen und Trennungsphänomene von der Wiege bis zur Bahre

Gabriele Häußler
Der kindliche Schlaf – ein Wechselspiel von Trennung und Wiederbegegnung

Barbara Dürr
»Ich habe so Angst, meine Kleine fallenzulassen«

Werkstattbericht
Katharina Fitte
Eine zufällige Begegnung und ihre Bedeutung für die Übertragungsbeziehung

Leitlinien
Dietmar Borowski / Gustav Bovensiepen / Frank Dammasch / Hans Hopf / Heidi Staufenberg / Annette Streeck-Fischer
Leitlinie zu Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen

Buchbesprechungen

 

 

 

 

 
E-Books zu diesem Titel:

Gesamtheft (AKJP 146, E-Journal) Format: pdf
Preis: 18,50 €


Beitrag: Dietmar Borowski/Gustav Bovensiepen/Frank Dammasch/Hans Hopf/Heidi Staufenberg/Annette Streeck-Fischer, Leitlinie zu Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen (AKJP 146, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Diese Leitlinien zu Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen bei Kindern soll vor allem jenen dienen, die psychodynamisch (analytisch, tiefenpsychologisch fundiert) mit diesen Kindern arbeiten. Wir hoffen, dass unsere Leitlinien viele Kolleginnen und Kollegen dazu ermuntern und anregen werden, Kinder mit diesen Diagnosen psychotherapeutisch zu behandeln. Wir haben versucht, Aussagen zur Psychodynamik, Indikation und zur Prognose zu machen zur Unterstützung und Hilfe bei den besonderen behandlungstechnischen Problemen, die in der Behandlung dieser Kinder auftreten. Wir vertreten die Auffassung, dass in erster Linie ein psychodynamisches Verstehen die größte Hilfe für diese Kinder bedeutet. Psychoanalytische Therapien sind für Kinder mit ADHS indiziert und hilfreich.

Beitrag: Gabriele Häußler, Der kindliche Schlaf – ein Wechselspiel von Trennung und Wiederbegegnung (AKJP 146, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Der Beitrag betrachtet den kindlichen Schlaf in seiner herausfordernden und zugleich entwicklungsfördernden Dimension als Wechselspiel zwischen Trennung und Wiederbegegnung.
Zunächst wird das Spiel der sich ständig wechselnden Phasen von Blickkontakt und Abwendung, Verbundenheit von Mutter und Kind und Hingabe an den Schlaf aufgezeigt. Dabei wird auch die Frage aufgeworfen, was Kinder daran hindert, sich vertrauensvoll dem Schlaf hinzugeben. Ebenso wird nachgefragt, welche Phantasien und Erinnerungen der Eltern es diesen erschweren, ihren Kindern ein unbeschwertes Schlafen zu ermöglichen.
Schwerpunkt bildet der Bericht einer ersten Sitzung mit einem sechs Monate alten Jungen mit Einschlaf- und Durchschlafstörungen und dessen Mutter. Im daran anschließenden Kommentar zur Sitzung wird deutlich, wie durch Trennungsempfindlichkeit und -schmerz der Mutter, welche in der sensiblen Phase nach der Geburt ihres Sohnes aus ihrer Kindheit wachgerufen wurden, der Wechsel von Trennung und Wiederbegegnung bei diesem Mutter-Kind-Paar sich nicht in der unbefangenen Leichtigkeit eines Spiels gestalten konnte.
Abschließend wird die Wirkweise der psychoanalytischen Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie aufgezeigt.

Schlüsselwörter: Trennung, Wiederbegegnung, Schlafstörung, Mutter-Kind-Interaktion, Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie.

Beitrag: Barbara Dürr, »Ich habe so Angst, meine Kleine fallenzulassen« (AKJP 146, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Die Schilderung einer fünfstündigen Säuglings-Eltern-Psychotherapie gibt Einblick in die Entstehung mütterlicher Ängste vor dem Hintergrund einer der Schwangerschaft und Geburt vorangegangenen Fehlgeburt. Die Ängste äußern sich in der Befürchtung, ihr Kind nicht halten zu können. Die nicht stattgefundene Trauer über den Verlust nach der Fehlgeburt verhindert, Zugang zur Fähigkeit einer primären Mütterlichkeit zu finden und das lebendige Baby emotional zu besetzen. Die Mutter ist von der Angst verfolgt, ihr, zum Zeitpunkt des Erstkontaktes, elf Wochen altes Baby, fallenzulassen.
Es wird aufgezeigt, dass das im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Verfügung gestellte Containment der Mutter es ermöglichte, die Trauer und die Schuldgefühle gegenüber dem ersten verlorenen Kind zuzulassen, was eine Veränderung der mütterlichen Besetzung des Babys einleitete.
Da mit dem Beitrag auch die Erfahrungen von Hebammen und Ärzten angesprochen und einbezogen werden sollen, wurden der Fallvorstellung Untersuchungen psychosomatisch ausgerichteter Frauenärzte vorangestellt, die sich mit den möglichen Folgen einer Fehlgeburt befassen.
Der Schwerpunkt des Beitrages ist die Schilderung der Sitzungen, die zu Gedanken über die Wirksamkeit der psychotherapeutischen Intervention anregen sollen.

Schlüsselwörter: Ängste, Fehlgeburt, Verlust, Containment, Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie.

Beitrag: Ross A. Lazar, »Parting is such sweet sorrow!« oder: Scheiden tut weh... Trennungen und Trennungsphänomene von der Wiege bis zur Bahre (AKJP 146, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Trennungen und ihre verwandten Begleiterscheinungen sind ein essentieller Teil unserer Lebenserfahrungen von der Geburt bis zum Tode. Sie setzen einerseits notwendige Impulse für eine gesunde psychosoziale Entwicklung; enthalten andererseits Gefahren der Entgleisung und Fehlentwicklung, wenn sie nicht ordentlich durchlebt und durchgearbeitet werden. Insbesondere die ersten Trennungen – von der Mutter, von der Brust, vom Elternhaus usw. – müssen ausreichend bewältigbar sein, wenn sie der Persönlichkeitsentwicklung des Individuums dienen sollen. Zugleich bilden sie Muster für das Trennungserleben schlechthin, und zwar in jedem Lebensalter. Dieser Text exploriert das Thema Trennung und Trennungsphänomene »von der Wiege bis zur Bahre« mit besonderer Betonung des frühesten Lebensalters und schließt mit einigen Gedanken über die Einsamkeit, die die Trennung letztlich immer mit sich bringt.

Schlüsselwörter: Trennung, Separation, Geburt, Bindung, Trennungsangst.

Beitrag: Gisela Zeller-Steinbrich, Wie geht es den Wunschkindern? Überlegungen zu individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Fertilitätstechnologie (AKJP 146, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Kinder, die nach einer Fertilitätsbehandlung geboren werden, bezeichnen wir gerne als Wunschkinder. Ihre schwierigen Entwicklungsvoraussetzungen rücken am ehesten medizinisch in der Neonatologie in den Blick. Ihre seelische Entwicklung findet kaum das Forschungsinteresse von Fachleuten. Im Sinne einer Dialektik der Nebenfolgen, nach der eine Lösung auch neue Probleme schafft, nimmt der vorliegende Beitrag Bezug auf wenig beachtete Aspekte der Fertilitätstechnologie und Präimplantationsdiagnostik und rückt dabei die betroffenen Kinder in den Mittelpunkt. Auf dem Hintergrund eigener psychotherapeutischer Erfahrungen mit betroffenen Kindern und Familien fasst die Autorin Forschungsergebnisse zusammen und setzt sich mit den Implikationen und Auswirkungen von Fruchtbarkeitsbehandlungen auseinander. Eigene Überlegungen zu einer Ethik der Reproduktion ergänzen den Beitrag.

Schlüsselwörter: In-vitro-Fertilisation, Elternschaft durch Fertilitätsbehandlung, kindliche Entwicklung nach IVF, Ethik der Reproduktion.

Beitrag: Ute Auhagen-Stephanos, Technisch erzeugte Kinder – arme Kinder? (AKJP 146, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Aufbauend auf die Bindungsanalyse, die die ungarischen Psychoanalytiker Hidas und Raffai als Therapiemethode für Mütter und ihre ungeborenen Babys erarbeitet haben, habe ich diese Methode in die Zeit vor der Zeugung vorverlegt und in die Reproduktionsmedizin eingeführt. Ich nenne sie »Erweiterter Mutter-Embryo-Dialog«. Er dient auf der körperlichen Ebene der erhöhten Chance für eine Schwangerschaft. Auf der seelischen Ebene geht es um eine liebevolle Zuwendung und das Annehmen des Embryos von Anfang an sowie die frühe Etablierung einer primären Mütterlichkeit. Die neue Forschung der Psychoneuroimmunologie hat gezeigt, dass wir mit psychologischen Methoden unser Immunsystem aktiv beeinflussen können. Dieser Dialog stellt eine Art Übergangsraum (Winnicott, 1974) dar, in welchem wir den erwarteten Embryo liebevoll begrüßen. So können wir zum sterilen Instrument des Arztes den kreativen Geist der zukünftigen Mutter hinzufügen, die nun als begehrendes Subjekt ihr Kind ins Leben führen kann. Auf diese Weise wirken wir der emotionalen Verarmung des technisch erzeugten Kindes entgegen. Entsprechende Fallgeschichten werden aufgezeigt.

Schlüsselwörter: Reproduktionstechnologie, pränatale Entwicklung, Mutter-Kind-Kommunikation, Erweiterter Mutter-Embryo-Dialog, Übergangsraum, Kreativität.

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