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Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (AKJP) 144, 4/2009
Zwangserkrankungen
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 144
Mit Beiträgen von Gertraud Bechtler, Gustav Bovensiepen, Tanja Brand, Mechtild Fago, Birgit Gaertner, Anna-Maria Hüls-Wissing, Ellen Lang-Langer, Katrin Luise Läzer, Marianne Leuzinger-Bohleber, Rex H. McGehee, Theo von der Marwitz, Gisela Ripke, Brigitte Rippe, Rosemarie Schmitt-Thatenhorst, Richard F. Sterba
1. Aufl. 2009
156 S., Pb.
19,90 €
Lieferbar

 

 

 

 

Inhalt


Vorwort

Richard F. Sterba
Eine Zwangshandlung aus der Latenzzeit

Gustav Bovensiepen
Zwang und adhäsive Identifizierung
Überlegungen zu einer narzisstischen Abwehrorganisation bei einer Jugendlichenbehandlung

Theo von der Marwitz / Gertraud Bechtler / Anna-Maria Hüls-Wissing / Gisela Ripke / Brigitte Rippe / Rosemarie Schmitt-Thatenhorst
Der Zwang im Dienst der Objektbewahrung Psychoanalytische Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

Rex H. McGehee
Kinderpsychoanalyse und Zwangssymptome Die Behandlung eines zehnjährigen Jungen

Ellen Lang-Langer
Die Behandlung eines achtjährigen Mädchens mit »Tourette-Syndrom«

Forum
Katrin Luise Läzer / Birgit Gaertner / Tanja Brand / Marianne Leuzinger-Bohleber
Hyperaktive Kinder – eine Herausforderung für die Kinderpsychotherapie
Erster Bericht aus einer laufenden Therapiewirksamkeitsstudie

Werkstattbericht
Mechtild Fago
Zwangshandlungen als Indikatoren des falschen Selbst

Buchbesprechungen

 

 

 

 

 
E-Books zu diesem Titel:

Gesamtheft (AKJP 144, E-Journal) Format: pdf
Preis: 18,50 €


Beitrag: Gustav Bovensiepen, Zwang und adhäsive Identifizierung. Überlegungen zu einer narzisstischen Abwehrorganisation bei einer Jugendlichenbehandlung (AKJP 144, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Das Konzept der adhäsiven Identifizierung wurde von Donald Meltzer und Esther Bick aufgrund ihrer Erfahrungen mit der Behandlung autistischer Kinder entwickelt und auch auf nicht-autistische Störungen angewandt. Es ist eine Form der narzisstischen Abwehr, die ihre Ursache vermutlich in einer sehr frühen Phase der Entwicklung hat, in der es dem Säugling nicht gelungen ist, ein ausreichend gutes Container-Objekt zu verinnerlichen. Dieser Mangel kann dazu führen, dass kein innerer psychischer Raum zur Verfügung steht und später diese Patienten permanent damit beschäftigt sind, die daraus resultierenden Fragmentierungsängste und Verlustängste durch einen adhäsiven, an der Oberfläche klebenden Objektbezug abzuwehren. In dem Artikel soll anhand eines Falles gezeigt werden, wie sich diese adhäsive Identifizierung in einem zwanghaften Verhalten manifestiert. Es wird weiter die These vertreten, dass der mangelhafte innere Raum der vorgestellten Patientin möglicherweise mit der unbewussten Phantasie eines inneren Elternpaares zusammenhängt, das zwar als ein Paar die innere Welt der jugendlichen Patientin bestimmt, aber als ein unfruchtbares, steriles Paar, das keine Bedeutung erschaffen kann. Diese Konstellation zeigt sich dann in der Schwierigkeit der Patientin zu symbolisieren und in einer Phase der negativen therapeutischen Reaktion während der Behandlung.

Schlüsselwörter: narzisstische Persönlichkeit, negative therapeutische Reaktion, innerer Raum, Neid, unfruchtbares Paar als inneres Objekt.

Beitrag: Katrin Luise Läzer/Birgit Gaertner/Tanja Brand/Marianne Leuzinger-Bohleber, Hyperaktive Kinder – eine Herausforderung für die Kinderpsychotherapie. Erster Bericht aus einer laufenden Therapiewirksamkeitsstudie (AKJP 144, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €

Beitrag: Rex H. McGehee, Kinderpsychoanalyse und Zwangssymptome. Die Behandlung eines zehnjährigen Jungen (AKJP 144, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Zwangssymptome finden seit langem das Interesse der Psychoanalytiker. Heutzutage werden die medikamentöse Behandlung und die Verhaltenstherapie als Standardversorgung betrachtet, während der psychoanalytische Behandler häufig unsicher ist, was die beste Herangehensweise betrifft. Der Beitrag beschreibt die erfolgreiche zweijährige psychoanalytische Therapie eines zu Beginn zehnjährigen Jungen mit Zwangsstörung, der auch acht Jahre nach Behandlungsabschluss symptomfrei war. Wenngleich es sich lediglich um einen Einzelfall handelt, zeigt das Ergebnis, dass die Psychoanalyse für manche Patienten die Behandlung der Wahl ist.

Schlüsselwörter: Kinderpsychotherapie, Therapieergebnisse, Zwangsstörung, Ambivalenz, Isolation.

Beitrag: Theo von der Marwitz/Gertraud Bechtler/Anna-Maria Hüls-Wissing/Gisela Ripke/Brigitte Rippe/Rosemarie Schmitt-Thatenhorst, Der Zwang im Dienst der Objektbewahrung. Psychoanalytische Behandlung von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter (AKJP 144, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Bei Diagnostik und Therapie von Zwangserkrankungen wird auch bei Kindern und Jugendlichen zwischen reiferen, eher neurotischen Ausprägungsformen und dem frühen Anankasmus unterschieden. Stehen bei ersterem zwanghaft rigide, ich-dyston erlebte Formen der Objektkontrolle im Vordergrund, so zeichnen sich frühe Formen des Zwanges durch eine vielgestaltige, häufiger wechselnde Symptomatik aus, die als weniger ich-fremd erlebt wird. Desintegrationsängste überwiegen gegenüber Schuldgefühlen.
Anhand zweier eigener Behandlungsfälle auf neurotischem bzw. mittlerem Strukturniveau zeigen die AutorInnen, dass hier zwar zwanghafte Objektbewahrung zunächst im Vordergrund steht. Diese archaischen Formen der unbewussten Objektsicherung entfalten sich im psychoanalytischen Behandlungsprozess in der Übertragungsbeziehung. Spätestens an diesem Punkt gerät die anfangs scheinbar klare strukturelle Zuordnung an den Kipppunkt der Analität, an dem Autonomieschritte nur mit dem Durcharbeiten der frühen Ängste vor Selbst- und Objektverlust erreicht werden können. Die praktischen und theoretischen Implikationen dieses erweiterten objektbeziehungstheoretischen Konzeptes von Analität werden im Artikel diskutiert.

Schlüsselwörter: Zwangsstörungen, Neurose, Analität, Depression, Dekompensation.

Beitrag: Ellen Lang-Langer, Die Behandlung eines achtjährigen Mädchens mit »Tourette-Syndrom« (AKJP 144, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Die Behandlung eines achtjährigen Mädchens mit Tourette-Syndrom gibt Einblick in die psychische Genese des Symptoms. Die dem Symptom zugrunde liegende nicht integrierte Aggression, die während der Behandlung in Übertragung und Gegenübertragung ihren Ausdruck findet, ist das Thema des Beitrages. Die Autorin setzt sich auch mit der psychiatrischen Sicht des Tourette-Syndroms auseinander, in der es wenig Raum für die psychische Genese der Pathologie gibt.

Schlüsselwörter: Tourette-Syndrom, Aggression, Depression, Gegenübertragung, Voyeurismus.

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