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Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (AKJP) 142, 2/2009
Frühe außerfamiliäre Betreuung
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 142
Mit Beiträgen von Petra Aulbert, Karl Heinz Brisch, Veronika Diederichs-Paeschke, Anna Gätjen-Rund, Daniel H. Hardin, Harry T. Hardin, Agathe Israel, Ingrid Kerz-Rühling, Doris Müller, Ann Kathrin Scheerer, Bruno Stafski
1. Aufl. 2009
156 S., Pb.
19,90 €
Lieferbar

 

 

 

Inhalt
 

Vorwort

Karl Heinz Brisch
Die frühkindliche außerfamiliäre Betreuung von Säuglingen und Kleinstkindern aus der Perspektive der Säuglingsforschung

Agathe Israel
Aspekte der Selbstentwicklung und frühe Fremdbetreuung

Ingrid Kerz-Rühling
Einfluss der Krippenbetreuung auf die Erziehung eigener Kinder

Ann Kathrin Scheerer
Zu früh, zu schnell, zu lange, zu allein
Risiken der Krippenbetreuung

Harry T. Hardin / Daniel H. Hardin
Zu den Schicksalen früher Ersatzmutterschaft
Verlust der Ersatzmutter und Arretierung der Trauer

Forum
Veronika Diederichs-Paeschke / Anna Gätjen-Rund / Doris Müller / Bruno Stafski
Dort und Damals – Hier und Jetzt
Von der Befragung zur Beziehung: Psychoanalytische Erstgespräche mit Kindern und Jugendlichen

Tagungsbericht
Petra Aulbert / Agathe Israel
Säuglingsbeobachtung als Ort emotionalen Lernens

Buchbesprechungen

 

 

 

 
E-Books zu diesem Titel:

Gesamtheft (AKJP 142, E-Journal) Format: pdf
Preis: 18,50 €


Beitrag: Karl Heinz Brisch, Die frühkindliche außerfamiliäre Betreuung von Säuglingen und Kleinstkindern aus der Perspektive der Säuglingsforschung (AKJP 142, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Auf der Grundlage der Säuglingsforschung werden die überlebenswichtigen Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinstkindern im Sinne von motivationalen Systemen beschrieben. Diese werden in ihrer Bedeutung für die frühkindliche außerfamiliäre Betreuung und die Möglichkeiten der Bindungsförderung sowie der Prävention von Bindungsstörungen durch das Präventionsprogramm »SAFE®-Spezial Fremdbetreuung« dargestellt.

Schlüsselworte: Bindungsverhalten, Kinderganztagsversorgung, Kinderbetreuung, Grundbedürfnisse, Säuglingsforschung, Prävention.

Beitrag: Veronika Diederichs-Paeschke/Anna Gätjen-Rund/Doris Müller/Bruno Stafski, Dort und Damals – Hier und Jetzt. Von der Befragung zur Beziehung: Psychoanalytische Erstgespräche mit Kindern und Jugendlichen (AKJP 142, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Dieser Beitrag soll Einblick geben in 30 Jahre Geschichte des kinderanalytischen Berufes mit Aspekten von Theoriebildung und Berufspraxis im Spiegel von Anamnese und Erstinterview am Institut für Psychotherapie e. V., Berlin. Dabei wird Bezug genommen auf eine Arbeit von 1998, in der die Jahrgänge 1974/1984/1994 untersucht wurden und der jetzt die Anamnesenauswertung von 2004 hinzugefügt wird, so dass die verschiedenen Aspekte zusammengeführt und in Beziehung zu den jeweiligen Dekaden gesetzt werden können.
Zur Einführung soll ein geraffter historischer Abriss über die Entwicklung der kinderanalytischen Ausbildung am Institut für Psychotherapie in Berlin im Zusammenhang mit der Anamnesenerhebung unter Berücksichtigung äußerer Veränderungen gegeben werden. Es folgen dann statistische Auswertungsergebnisse der einzelnen Jahrgänge und deren Besonderheiten. Die Veränderungen werden sowohl anhand der Statistik als auch der Inhalte wie Psychodynamik, Diagnose und der zugrunde liegenden Theorien diskutiert.

Beitrag: Agathe Israel, Aspekte der Selbstentwicklung und frühe Fremdbetreuung (AKJP 142, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Die Normalität der frühen Fremdbetreuung wird unter dem Aspekt des kulturellen Kontextwandels betrachtet. In einem entwicklungspsychologischen Exkurs werden die Aufgaben, die ein Kind und seine Beziehungspersonen in der frühen Lebensphase zu bewältigen haben, zusammengefasst. Merkmale der Frühphase und ihre Störungsbilder werden beschrieben und die Auswirkungen von Fremdbetreuung am Beispiel der Krippensituation in der DDR veranschaulicht. Am Ende stehen Überlegungen zum Einfluss der Fremdbetreuung auf die innere Objektbildung.

Schlüsselworte: Frühe Fremdbetreuung, DDR-Krippe, Selbstentwicklung, Störungsbilder der Säuglings- und Kleinstkindzeit, innere Objektbildung, Kontextwandel.

Beitrag: Ann Kathrin Scheerer, Zu früh, zu schnell, zu lange, zu allein. Risiken der Krippenbetreuung (AKJP 142, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Der von der Politik subventionierte Ausbau der Krippenbetreuung für Kinder unter drei Jahren soll berufstätigen Müttern und Arbeitgebern zugute kommen. Konflikte für Eltern und Kinder werden häufig verleugnet, was zu einer frühen Anpassungsnotwendigkeit und Affektkontrolle bei den Kleinkindern führt mit möglicherweise ernsten Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung. Ob Krippenbetreuung den kindlichen Bedürfnissen entspricht, wird wenig diskutiert. Die kontroverse öffentliche Debatte zeigt die Ambivalenz der Entwicklung. Die realen Bedingungen in den meisten Kinderkrippen sind von unzureichendem Personalschlüssel, zu häufigen Betreuerwechseln und zu langen Betreuungszeiten für zu kleine Kinder geprägt. So wird Krippenbetreuung trotz des zugrunde liegenden Frühförderungsgedankens zu einem Risikofaktor für die kindliche Entwicklung.

Schlüsselworte: Entwicklung, Schuldgefühle, Trennungsangst, Ambivalenz, Bindungssicherheit.

Beitrag: Harry T. Hardin/Daniel H. Hardin, Zu den Schicksalen früher Ersatzmutterschaft. Verlust der Ersatzmutter und Arretierung der Trauer (AKJP 142, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
Eine der häufigsten katastrophalen Erfahrungen im Säuglings- und Kindesalter ist der Verlust einer frühen primären Ersatzmutter (early primary surrogate mother, EPSM). Weil dieser Verlust in der Regel ein endgültiger ist, erhält das Kind eine Ersatz-Ersatzmutter. Für diese Betreuungssituation ist ein bestimmter Aspekt der emotionalen Umwelt charakteristisch: Die Eltern können die Beziehung des Kindes zu seiner frühen primären Ersatzmutter ebenso wenig anerkennen wie das Trauma, das es durch den Verlust erlitten hat. Die ausgeprägte Diskrepanz zwischen der Art und Weise, wie die Mutter bzw. das Kind die Ersatzmutterschaft wahrnimmt, führt zu einem Stillstand des kindlichen Trauerprozesses. Damit verbunden sind gravierende Konsequenzen für die Entwicklung. Zwei Beispiele illustrieren die mit dem Verlust der primären Ersatzmutter verbundenen Probleme. Die Erforschung dieser Umweltbedingungen lenkt die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit, nicht allein die Bindung des Säuglings oder Kindes an die primäre Ersatzmutter, sondern auch die Beziehung der leiblichen Mutter zur Ersatzmutter zu unterstützen und zu schützen.

Schlüsselworte: Frühkindliche Erfahrungen, fehlende Trauer, Objektverlust, primäre Ersatzmutter, Trauma.

Beitrag: Ingrid Kerz-Rühling, Einfluss der Krippenbetreuung auf die Erziehung eigener Kinder (AKJP 142, E-Journal) Format: pdf
Preis: 5,90 €
In einer Untersuchung über die Folgen der Krippenerziehung in der DDR versuchten Psychoanalytiker aus Ost- und Westdeutschland u. a. zu klären, welchen Einfluss die kollektive Betreuung in der Krippe auf die Erziehungsvorstellungen der ehemaligen Krippenkinder hatte, d. h. inwieweit sie die strengen Regeln, denen sie selbst unterworfen waren, auch gegenüber den eigenen Kindern anwandten. Die meisten der Untersuchten forderten von den Kindern ebenfalls absoluten Gehorsam und hatten Schwierigkeiten ihre Autonomie zu fördern. Die Trennungsängste der eigenen Kinder bei der Krippenaufnahme versuchten sie jedoch zu mildern, indem sie diese später in die Krippe gaben. Anhand unserer Untersuchung wird deutlich, dass es den Interviewten, die eine Krippe in der DDR besuchten und keine ihre Bedürfnisse berücksichtigende Betreuung erfahren haben, als Eltern schwer fällt, sich einfühlsam auf das frühkindliche Erleben einzustellen.

Schlüsselworte: Krippenerziehung, Frühtrennung, Erziehungskonzepte, Selbstentwicklung, Reaktualisierung.

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