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Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (AKJP) 124, 4/2004
Psychoanalytische Behandlungsformen
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 124
Mit Beiträgen von Arne Burchartz, Uta Einnolf, Ulrike Jongbloed-Schurig, Wolfgang Neidhardt, Jochen Raue, Heike Seuffert, Sabine Vogel
1. Aufl. 2004
160 S., Pb.
19,90 €
ISBN 9783860998441

vergriffen, keine Neuauflage * Bestellung abgelegt

 

Inhalt


Vorwort

Uta Einnolf
Überlegungen zu den Grundlagen der »tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie« (TFP) bei Kindern und Jugendlichen

Jochen Raue
Überlegungen zu den Grundlagen psychoanalytischer Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen

Arne Burchartz
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie eines 13-jährigen Jugendlichen mit depressiv-narzisstischer Entwicklungsstörung
Ein kasuistischer Beitrag zur Indikationsstellung und Behandlungstechnik

Heike Seuffert
Sei still, spiel weiter!

Ulrike Jongbloed-Schurig
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie – Möglichkeiten und Grenzen

Wolfgang Neidhardt
Also fangen wir an! Ist die Zeit schon zu Ende?
Ein klinischer Beitrag zur Kinderanalyse mit einem 7-jährigen Mädchen Werkstattbericht

Sabine Vogel
Wenn Ödipus groß ist, wird er Polizist



Abstracts


Uta Einnolf
Überlegungen zu den Grundlagen der »tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie« (TFP) bei Kindern und Jugendlichen

Die Autorin diskutiert die Theorie und Praxis der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland überblickshaft.

Schlüsselwörter: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Methoden, Kurztherapie


Jochen Raue
Überlegungen zu den Grundlagen psychoanalytischer Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen

Der Autor diskutiert die Theorie und Praxis der psychoanalytischen Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland überblickshaft.

Schlüsselwörter: Analytische Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen, Methoden, Langzeitpsychotherapie.


Arne Burchartz
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie eines 13-jährigen Jugendlichen mit depressiv-narzisstischer Entwicklungsstörung
Ein kasuistischer Beitrag zur Indikationsstellung und Behandlungstechnik

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP) ist im Gesamtkonzept der Psychoanalyse verankert und kann nur so verstanden werden. Der Autor stellt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel einer klaren Differenzierung beider Verfahren dar. Eine besondere Bedeutung kommt der TfP für die Behandlung Jugendlichen zu. anahnd eines Fallbeispiels werden insbesondere die Indikationsstellung und die Technik einer tiefenpsychologisch fundierten Behandlung herausgearbeitet. Das Verhältnis von Realbeziehung und Übertragungsbeziehung wird erörtert. Abschließende Überlegungen zur Handhabung von Regression, Übertragung und Gegenübertragung sowie zu spezifischen Vorgehensweisen wie etwa der Fokussierung werden ausführlich durch Beispiele aus der Behandlung illustriert.

Schlüsselwörter: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Indikationsstellung, Technik der TfP, Psychotherapie bei Jugendlichen, Regressionsbegrenzung, Fokus.


Heike Seuffert
Sei still, spiel weiter!

Im Folgenden werden die Fokaltherapie und die Arbeitsweise der Fokalkonferenz kurz theoretisch erläutert. Der anschließende Fallbericht beschreibt eine Fokaltherapie mit einem 6-jährigen Jungen, der das Essen von Obst und Gemüse verweigert. Dabei werden der Diskussions- und Verstehensprozess der begleitenden Fokalkonferenz dargestellt, die Arbeit mit den Eltern skizziert und die Möglichkeiten und Grenzen dieser Fokaltherapie diskutiert.

Schlüsselwörter: Fokaltherapie, Essprobleme.


Ulrike Jongbloed-Schurig
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie – Möglichkeiten und Grenzen

Die psychoanalytische Methode des Bewusstmachens von Unbewusstem in einem abstinenten Setting basiert auf zwei einander bedingenden Aspekten: dem eher rezeptiven, »mütterlichen« Aspekt, der von Noch-nicht-Wissen geprägt ist, und dem eher aktiven, »väterlichen« Aspekt, durch den das Noch-nicht-Wissen sich mit Hilfe von Deutungen in Wissen verwandelt. Wenn diese Aspekte in der analytischen Haltung verankert sind, ist die psychoanalytische Methode in den verschiedensten Settings anwendbar. Verschiedene Entwicklungstheorien werden zusammenfassend unter dem Gesichtspunkt dargestellt, dass die Ausgestaltung  eines triangulären inneren Raumes Vorbedingung für Symbolisierungsfähigkeit und seelische Gesundheit ist. Ich gehe der Frage nach, in welcher Weise meine Behandlungstechnik dazu beitragen kann, einen triangulären Raum zu ermöglichen. Bezogen auf das »normale«, häufig angewandte Setting in der analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie mit in der Regel zwei Wochenstunden über etwa zwei Jahre, beschreibe ich die Möglichkeiten und Grenzen einer solchen Arbeit und illustriere meine Gedanken mit Fallmaterial aus der analytischen Therapie einer Adoleszenten und eines dreijährigen Jungen.

Schlüsselwörter: Psychoanalytische Methode und Technik, analytische Psychotherapie, Setting, Anwendung bei Kindern und Jugendlichen, Symbolisierung, Triangulierung.


Wolfgang Neidhardt
Also fangen wir an! Ist die Zeit schon zu Ende?
Ein klinischer Beitrag zur Kinderanalyse mit einem 7-jährigen Mädchen Werkstattbericht

Im Zentrum dieses Beitrags steht die Abfolge von jeweils vier Wochenstunden aus der ersten und der sechsten Woche einer Kinderanalyse. Die Protokolle geben einen Einblick in den psychoanalytischen Prozess. Dieser wird retrospektiv auf der Grundlage der Phasenbeschreibung Donald Meltzers betrachtet. Dabei wird die Trennungserfahrunga als psychodynamisches Agens eindrücklich erkennbar. Außerdem  kann der Leser die Entstehung eines psychoanalytischen Feldes und Narrativs (Antonino Ferro) nachvollziehen. Der mögliche Einfluss von nieder- und hochfrequentem Setting wird diskutiert.

Schlüsselwörter: Psychoanalytischer Prozess, nieder- und hochfrequentes Setting, psychoanalytische Methode, projektive Identifizierung, Trennungsproblematik, Beziehungsfrequenz.

 

 
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