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Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie (AKJP) 120, 4/2003
Behandlung von Säuglingen, Kleinkindern und deren Eltern, Teil I
Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 120
Mit Beiträgen von Edna Adelson, Selma Fraiberg, Maria Knott, Vivian Shapiro, Annette Wattillon, Eberhard Windaus
1. Aufl. 2003
128 S., Pb.
19,90 €
ISBN 9783860998403

vergriffen, keine Neuauflage * Bestellung abgelegt

 

 

 

Inhalt


Vorwort

Selma Fraiberg / Edna Adelson / Vivian Shapiro
Gespenster im Kinderzimmer
Probleme gestörter Mutter-Säugling-Beziehungen aus psychoanalytischer Sicht

Annette Watillon
Die Dynamik psychoanalytischer Therapien der frühen Eltern-Kind-Beziehung

Maria Knott
Psychoanalytische Arbeit mit Säuglingen, Kleinkindern und deren Eltern, dargestellt an statistischem Material aus der Psychotherapeutischen Babyambulanz Stuttgart

Forum
Eberhard Windaus
Die Zukunftsfähigkeit der Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalyse
Wissenschaftstheoretische und berufspolitische Perspektiven der analytischen Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie

Buchbesprechungen



Abstracts


Selma Fraiberg / Edna Adelson / Vivian Shapiro
Gespenster im Kinderzimmer
Probleme gestörter Mutter-Säugling-Beziehungen aus psychoanalytischer Sicht

In die Beziehung von Eltern und Säuglingen drängen sich die Schatten der Vergangenheit, d.h. massive unbewusste Übertragungen der Eltern auf ihren Säugling, was zu schwerwiegenden Fehlentwicklungen, Krankheiten und sogar zur Todesgefahr für den Säugling führen kann. Durch die psychoanalytische Arbeit an diesen Übertragungen mit den Eltern, insbesondere der Mutter, im Beisein des Säuglings, kann dieser gefährliche Prozess, auch bei schwer traumatisierten Primärobjekten, gestoppt werden. Durch den am Wunsch, gute Eltern zu sein, ansetzenden Aufbau einer positiven Übertragungsbeziehung zum Analytiker wird dieser zu einem guten dritten Objekt. Die psychoanalytische Arbeit wird anhand von zwei Fallberichten beschrieben.

Schlüsselwörter: Unbewusste Übertragungsbeziehung zwischen Mutter und Säugling, psychoanalytische Arbeit mit positiver Übertragung, traumatisierte Primärobjekte, Eltern-Säuglings-Psychotherapie.


Annette Watillon
Die Dynamik psychoanalytischer Therapien der frühen Eltern-Kind-Beziehung

In dieser Arbeit werden die psychodynamischen Faktoren untersucht, durch die Konflikte in Interaktionen zwischen Eltern und sehr jungen Kindern in Therapien gelöst werden können. Die Autorin stellt zur Debatte, dass die therapeutische Wirkung als solche auf eine »Inszenierung« des Konflikts durch das Kind selbst in Form einer dramatischen Vorstellung zurück zu führen ist. Indem es seine Anwesenheit in einem ganz bestimmten bedeutungsvollen Augenblick fühlen lässt, während die Eltern die Situation schildern, lässt das Kind den interaktionalen Konflikt manifest werden und ermöglicht es dem Therapeuten, die Botschaft zu entschlüsseln, die auf ihn projizierten Emotionen herauszuarbeiten und die unbewussten Motive der einzelnen Rollenspieler in diesem »Stück« zu deuten.

Schlüsselwörter: frühe Eltern-Kind-Beziehung, Technik der Beobachtung der Mutter-Kind-Beziehung (n. Esther Bick), interaktionaler Konflikt, dramatische Vorstellung, Externalisierung des inneren Dramas, Eltern-Säuglings-Psychotherapie.


Maria Knott
Psychoanalytische Arbeit mit Säuglingen, Kleinkindern und deren Eltern, dargestellt an statistischem Material aus der Psychotherapeutischen Babyambulanz Stuttgart

Das zunehmende Interesse an der psychoanalytischen Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern bereichert unser Wissen um das Entstehen menschlicher Beziehung. Neben den bewegenden klinischen und wissenschaftstheoretischen Gesichtspunkten tauchen auch Fragen nach der Organisation dieser Arbeit auf. Mit der Darstellung unserer konkreten, praktischen Erfahrungen möchten wir Kollegen und Kolleginnen ermuntern, sich der spannenden Arbeit mit jungen Familien zuzuwenden, damit möglichst vielen Säuglingen und Kleinkindern, deren Start ins Leben offensichtlich erschwert ist, eine freiere seelische Entwicklung ermöglicht wird.

Schlüsselwörter: Babyambulanz, Eltern-Säuglings-Psychotherapie, frühe Mutter-Kind-Beziehung.

 

 

 

 
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