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Reimer Gronemeyer / Matthias Rompel
Verborgenes Afrika
Alltag jenseits von Klischees
1. Aufl. 2008
184 S., 20,7 x 14,5 cm, Pb.
17,90 €
ISBN 9783860997307

Lieferbar

 

Afrika, der Pflegefall. Afrika, der hungernde und von Katastrophen heimgesuchte Kontinent. Hungerbäuche, Kindersoldaten, verdorrte Felder, neureiche Eliten, die sich die Taschen voll stopfen oder aber die grandiose Natur als traumhafte Kulisse für Abenteurer – aus solchem Stoff sind europäische Bilder über Afrika gemacht. Sie prägen die Debatte über die Zukunft des »verlorenen Kontinents«.

Reimer Gronemeyer und Matthias Rompel schreiben über einen »begnadeten Kontinent«. Sie versuchen, die europäischen Klischees über Afrika zur Seite zu räumen. Sie zeigen uns selbstbewusste Menschen, die sich auf ihre eigene Stärke berufen. Sie erzählen von der verborgenen Kraft eines Kontinents, die sich aus der Familie, der Nachbarschaft, der Subsistenzwirtschaft speist. Sie entdecken Realitäten eines weithin unbekannten Afrika, das sich dem europäischen Zugriff entzieht.

Die Autoren machen plausibel klar, dass wir gerade dabei sind, die sozialen Grundlagen unseres Lebens zu zerstören. Europäischer Größenwahn und afrikanische Stärke, die dem Trommelfeuer der Moderne widersteht. Wenn wir – wie die Autoren – genauer hinsehen, können wir viel vom Eigensinn und der Stärke lernen, mit denen Afrikaner Krisen meistern.

Verborgenes Afrika ist ein Buch über Afrika und über Europa. Es lädt ein zu einer Pilgerreise in ein weithin unbekanntes Afrika, in ein Afrika, in dem vielleicht auch Europas Zukunft verborgen liegen könnte.

 


 

»... unbedingt lesenswert«
(ekz-Informationsdienst)

»Die Autoren wollen nicht unbedingt, dass die Afrikaner dahin kommen, wo wir Europäer sind. Nichts wollen sie den Afrikanern verwehren. Die verborgene, noch nicht konsumistisch verseuchte Lebenswelt in Afrika ist kein goldenes Zeitalter. Es ist das Zeitalter des Brotes oder der Hirse, also der Basis des selbsterzeugten, nahrhaften Essens, das jetzt von McDonald's und Kentucky Fried Chicken überlagert wird. In diesem Buch steckt die Vermutung, dass in Afrika mehr Menschenzukunft liegt als in den Tempeln der High-tech-Gesellschaft, ›auf deren Altären wir längst begonnen haben, die Lebensgrundlagen der Menschen zu opfern‹.«
(Rupert Neudeck, Christ in der Gegenwart)

»›Verborgenes Afrika‹ trägt zur dringend notwendigen Würdigung der meist noch lebensbestimmenden alten Traditionen in Schwarzafrika bei (…) kreative Mischung aus Reisebericht, soziologischer Aids-Studie und kultur-anthropologischer Apologie für die Rettung der ›verborgenen‹, das heißt durch industrielle Globalkultur fast zerstörten Seite an unser aller Leben, für ein ›weltverträgliches‹ Maß an Ressourcenverbrauch und subsistenter Sozial- und Wirtschaftsstruktur (...) Die Autoren räumen mit romantisierenden wie fatalen Klischees über ›Afrika‹ (Tierparadies, Hungerkontinent u. ä.) auf, um die Leserschaft sensibel über die eigene Betroffenheit in ein neues Interesse am positiven Lebensalltag der Menschen zu führen.«
(Wilhelm Richebächer, Jahrbuch Mission 2010)

 

 
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