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Kruchem, Thomas
Der große Landraub
Bauern des Südens wehren sich gegen Agrarinvestoren
Herausgegeben von MISEREOR e.V. und Brot für die Welt
1. Auflage 2012
Format:144 S., 14,5 x 20,7 cm, EinbandPaperback mit vierfarbigen Fotos
12,90 €
ISBN 978-3-86099-890-8

Titel ist lieferbar
Wie die Heuschrecken stürzen sich derzeit internationale Investoren auf Ackerflächen in armen Ländern; es geht um Agrosprit, Futter- und Nahrungsmittel für den Export. Die Mächtigen vor Ort halten die Tür auf; sie hoffen auf Devisen und gute Geschäfte. Doch wie erleben Kleinbauern und Ureinwohner vor Ort die Landnahme der Investoren?

Thomas Kruchem hat in Uganda, Kambodscha, Argentinien, den Philippinen und Äthiopien recherchiert. Er geriet in einen Alptraum: Menschen werden zu Zehntausenden um ihr Land betrogen und mit Waffengewalt vertrieben; ihre Wälder werden abgeholzt, ihre Kinder von Pestizidflugzeugen vergiftet. Kein Zweifel: Großflächige Agrarinvestitionen können soziale wie ökologische Katastrophen verursachen – wenn nicht strenge Regeln die Rechte der Menschen und ihre Umwelt schützen. Für solche Regeln und für eine nachhaltige Land¬wirtschaft in Entwicklungsländern kämpfen immer mehr Betroffene und die inter¬nationale Zivilgesellschaft.

Nela Fichtner im Gespräch mit Thomas Kruchem. Ein interessanter Beitrag zu »Der große Landraub« finden Sie in der Mediathek des SWR.

Isabella Lang in: Südwind-Magazin, 11/2012:
"Kruchem beleuchtet den Kampf der betroffenen Bevölkerungsgruppen gegen den Verlust ihres Landes und für einen besseren Schutz ihrer Rechte seitens des Staates. Er kritisiert dabei die Mitverantwortung sowie die nur zögerliche Stellungnahme seitens der EU und einzelner Mitgliedsstaaten. Es ist die teils sehr persönliche Analyse der Problematik, welche das Buch besonders lesenswert macht. Der Autor zeigt außerdem, wie alternative Einkommensquellen, wie zum Beispiel der Öko-Landbau, den Menschen eine neue Zukunftsperspektive geben kann. Solche Initiativen sind meist jedoch abhängig vom Einsatz ausländischer NGOs und privater Initiativen."

ekz bibliotheksservice:
" (...) Zwangsenteignung und Vertreibung, Schädigung der Umwelt u.a. durch Monokultur,
Anbau von Exportprodukten statt Nahrungsmitteln u.a. negative Folgen für die einheimische
Bevölkerung werden in den Reportagen aus 5 afrikanischen und asiatischen Ländern
beispielhaft anhand konkreter Schicksale beschrieben und geben einen gut verständlichen
Einblick in die Problematik. Eine sinnvolle und notwendige Ergänzung (...) und
daher überall, auch schon für Schüler, einsetzbar und empfohlen."

kultur-punkt.ch:
»Inhaltlich und bildhaft gesehen sind es nicht Heuschrecken, sondern Menschenungeheuer, die den Bauern des Südens das Brot stehlen, wie es im Diskursbuch »Der grosse Landraub« von Thomas Kruchem weltweit zu Tage tritt in Uganda durch Vertreibung, in Kambodscha mit Bulldozern, in Argentinien mit veränderten Gens, in Philippinen mit Angstmache, Massaker durch Militärs und in Äthiopien durch staatsdirigistisch verursachte Hungersnöte. Die EU schweigt. Wir schweigen nicht, reden und schreiben über dieses grauenhafte Verhalten der lobby-gesteuerten Regierungen von global agierenden Agrarinvestoren. Kruchem sagt schliesslich: es »packt mich für einen Moment blanker Zorn«. Diese Momente müssen zu energetischen Bündelungen rund um unsere Erde verknüpft werden. Auf gehts.«
(m+w.pl in ch, 12-8)
 
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