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Henning Melber/Kirstin Platt (Hrsg.)
Koloniale Vergangenheit – Postkoloniale Zukunft?
Die deutsch-namibischen Beziehungen neu denken
Mit Beiträgen von Tom K. Alweendo, Rakkel Andreas, Julia Böcker, Medardus Brehl, Sevim Dagdelen, Albert Gouaffo, Dag Henrichsen, Naita Hishoono, Dominic Johnson, Uazuvara Katjivena, Horst Kleinschmidt, Adetoun Küppers-Adebisi, Michael Küppers-Adebisi, Carola Lentz, Henning Melber, Stephan Mühr, Jephta Nghuherimo, Kristin Platt, Ruprecht Polenz, Sylvia Schlettwein, Calle Schlettwein, Bernardus Swartbooi, Uwe Timm, McHenry Venaani, Erika von Wietersheim, Olaf Zimmermann
1. Aufl. 2022
256 S., 15,5 x 23,5 cm, Pb. Großoktav
29,90 €
ISBN 9783955583217

Lieferbar

Mitte Mai 2021 wurde von den Sonderbeauftragten Deutschlands und Namibias als Ergebnis von neun Verhandlungsrunden seit Ende 2015 ein »Versöhnungsabkommen« paraphiert. Als bislang einzigartigen Schritt einer ehemaligen Kolonialmacht erkennt dieses Abkommen den in Südwestafrika verübten Völkermord politisch und moralisch an. Die vereinbarte »Geste der Anerkennung« wird seither in beiden Ländern kon­trovers diskutiert.

Vor diesem Hintergrund stellt dieser Band die verschiedenen Perspektiven vor und lässt dabei unterschiedliche Stimmen aus Politik, Zivilgesellschaft und Kultur in Deutschland und die Sicht der Betroffenen in Namibia zu Wort kommen. Damit soll die Bandbreite der Meinungen und Versuche zur Bearbeitung der kolonialen Hinterlassenschaften am Beispiel des deutsch-namibischen Beziehungsgeflechts, aber auch im Umgang mit der Erinnerung an Massengewalt und ­Genozid in der Geschichte insgesamt dokumentiert werden.

 


»Den 26 Autorinnen und Autoren gelingt auf rund 250 Seiten ein sogenannter ›Deep Dive‹ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des deutschnamibischen Verhältnisses. Ein dringend notwendiger Beitrag zur überfälligen Aufarbeitung von Deutschlands kolonialer Vergangenheit!«
(Theresa Brüheim, Politik und Kultur)

 

»In diesem Buch wird die Geschichte, der Völkermord, nochmal dargestellt. Dann geht es um die Erinnerung und Aufarbeitung in Deutschland (...). Die Kritik aus Namibia wird im Wesentlichen durch den Abdruck übersetzter Reden aus der entsprechenden Parlamentsdebatte vorgetragen, die Kritikerinnen und Kritiker sprechen also selbst. (...) Das Versöhnungsabkommen, so ist zu hoffen, wird keinen Schlusspunkt unter die Debatte setzen (...). Es ist eher der Start einer ehrlicheren Debatte. Dazu liefert dieses Buch viele Informationen und Anregungen.«

(Reinhard Pohl, Gegenwind)

 

»Deutlich wird in dieser Konstellation aus heterogenen, biografisch sehr individuell geprägten Beiträgen die Komplexität von Erinnerungskultur, Verantwortungsübernahme und gesellschaftlichen Ungleichheiten. Immanent kreist der Band um die Fragen, wer sich (und wie) erinnern dürfe, wer für andere spreche bzw. wer aus Erinnerungsprozessen exkludiert bleibe und welche gesellschaftlichen Annahmen für das Gelingen postkolonialer Erinnerung dekonstruiert werden müssten.«

(C3 - Bibliothek für Entwicklungspolitik / centrum3.at)

 

 
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